Szene beim Lernen: Nahaufnahme von aufgeschlagenen Büchern und Notizblöcken.

Neue Chancen:
Weiter­bildung &
Quer­einstieg

In einer Kita zu arbeiten ist ein verantwortungsvoller Job. Damit du immer auf dem neusten Stand bist, darfst du dich regelmäßig weiterbilden. Dadurch eröffnen sich dir immer wieder neue Möglichkeiten, dich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Aber auch als Quereinsteiger hast du die Möglichkeit, dich in speziellen Programmen fit für die Arbeit in einer Kita zu machen.

Weiterbildungen für pädagogisches Personal

Als Erzieherin oder Erzieher und Kinderpflegerin oder Kinderpfleger solltest du dein Fachwissen immer aktuell halten oder vertiefen. Dafür gibt es viele interessante Weiterbildungen, zum Beispiel:

  • Elterngespräche erfolgreich führen
  • Mobbing im Hort erkennen
  • Windelfrei ohne Stress in der Krippe
  • Spielzeugfreie Zeit umsetzen
  • Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten
  • Medienkompetenz erlangen

Weitere Infos zu Fort- und Weiterbildungen in Bayern findest du hier.

Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher

Fortbildungen dauern länger als Weiterbildungen, da sie mit einem Aufstieg verbunden sind. Dafür eröffnen sie dir noch mehr Chancen, zum Beispiel indem du dich von der Kinderpflegerin oder Kinderpfleger zur Erzieherin oder zum Erzieher fortbildest. Die Erzieherausbildung heißt daher auch „Aufstiegsfortbildung“. Oder du entscheidest dich für eine Aufstiegsfortbildung im Bereich Heilpädagogik. Damit erweiterst du dein Aufgabenspektrum um heilpädagogische Berufsfelder.

Fortbildungen für Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger

Wenn du dich fortbilden möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten.

Klassisch: Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum staatlich anerkannten Erzieher

Nach deiner Ausbildung zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger kannst du die dreijährige Aufstiegsfortbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder staatlich anerkannten Erzieher beginnen. Danach kannst Du auch die Leitung einer Gruppe und weitere pädagogische Aufgaben übernehmen. Du verdienst mehr und hast zusätzliche Aufstiegschancen.

Für berufserfahrene Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger: Fortbildung zur pädagogischen Fachkraft

Du willst schneller ans Ziel? Und du bist mindestens 25 Jahre alt und hast 3 Jahre Berufserfahrung als Kinderpflegerin oder Kinderpfleger? Dann kannst du dich in nur 15 Monaten berufsbegleitend fortbilden und dann als pädagogische Fachkraft in Bayern arbeiten. Damit steigerst du deine Berufschancen und kannst mehr verdienen, denn in Bayern bist du einer Erzieherin oder einem Erzieher gleichgestellt. Auch wenn du schon in einem ähnlichen Beruf gearbeitet hast, zum Beispiel als Grundschullehrkraft, oder wenn du bereits einen ausländischen Abschluss in der Tasche hast, ist diese Weiterbildung für dich ideal.

Mehr über die Ausbildung und die Anforderungen erfährst du hier.

Erzieherin oder Erzieher vs. pädagogische Fachkraft: der Unterschied

Als Erzieher trägst du die Berufsbezeichnung staatlich anerkannt und kannst in ganz Deutschland in Kitas und anderen Einrichtungen als Erzieherin oder Erzieher arbeiten. Als pädagogische Fachkraft kannst du lediglich in bayerischen Kitas in der Rolle eines Erziehers oder einer Erzieherin arbeiten. Du darfst also die gleichen Aufgaben übernehmen und verdienst – mit dem entsprechenden Vertrag – das gleiche Gehalt. Du kannst aber nicht in dieser Funktion in anderen Einrichtungen oder anderen Bundesländern arbeiten.

Szene im Kindergarten: Kinder und Erzieherin halten bunte Knete hoch.

Farben, Zahlen, Buchstaben: Spielerisch lernen Kinder gemeinsam fürs Leben.

Quereinstieg in die Kita – so geht’s

Du bist unzufrieden in deinem aktuellen Beruf? Du möchtest lieber mit Menschen arbeiten? Du suchst einen Beruf mit Sinn – und einen richtig elternfreundlichen Job?? Dann ist ein Kita-Beruf vielleicht genau richtig für dich.

Kita-Berufe, hast du’s drauf: Mach den Herztest!.

Umschulung zur Erzieherin oder zum Erzieher oder zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger

Es passiert gar nicht so selten, dass man sich für die falsche Ausbildung entscheidet und irgendwann merkt: Das ist nicht „mein“ Job! Oder dass man nach einigen Berufsjahren bemerkt, dass man sich neu orientieren möchte oder muss. Die besten Berufsaussichten hat man, wenn man sich zur Erzieherin oder zum Erzieher ausbilden lässt. Je nachdem, welche Vorkenntnisse man mitbringt, dauert die Ausbildung 3 bis 5 Jahre. Oder du machst eine zweijährige Ausbildung zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger. Informiere dich hier über die Ausbildungen.

Zusatzqualifikation zur Assistenzkraft

Du arbeitest in der Tagespflege und möchtest nun in eine Festanstellung in eine Kita wechseln? Als Assistenzkraft kannst du die Fach- und Ergänzungskräfte bei ihrer Arbeit in der Kita unterstützen: Du spielst oder bastelst mit den Kindern, liest vor oder betreust sie beim Freispiel im Garten oder begleitest sie bei Ausflügen. Dabei arbeitest du vor allem auch in den Randzeiten, also vor 9 Uhr und nach 16 Uhr, und in den Ferien. Als Assistenzkraft darfst du nur Kinder bis zur Einschulung betreuen (Krippe und Kindergarten), aber keine Hortkinder.

Wie wird man Assistenzkraft?

Die wichtigsten Voraussetzungen sind: Du bist Tagespflegeperson und du hast die persönliche Eignung. Das bedeutet, dass du nicht nur ein Händchen für Kinder hast, sondern auch einfühlsam, verantwortungsvoll und teamfähig bist. Zur Vorbereitung auf die Arbeit in der Kita besuchst du eine 5-tägige Weiterbildung (40 Stunden), bei der du die Grundlagen der Kinderbetreuung lernst. Der Unterricht beinhaltet Hintergrundwissen, praktische Übungen und Rollenspiele.

Du lernst

  • mehr über die Bedeutung von Kitas,
  • wie man die kindliche Entwicklung versteht,
  • wie man ein Kind feinfühlig begleitet,
  • wie man Bildung im Alltag begleitet und
  • wie man im Kita-Team zusammenarbeitet.

Der Kurs schließt mit einem Zertifikat ab und ist berufsbegleitend möglich.

Mehr erfahren: Assistenzkräfte in der Kita

Ergänzungskraft vs. Assistenzkraft: der Unterschied

Der Unterschied liegt in der Ausbildung, dem Gehalt und den Aufgaben. Bei Ergänzungskräften handelt es sich in der Regel um staatlich geprüfte Kinderpflegerinnen oder staatlich geprüfte Kinderpfleger mit einer zweijährigen Ausbildung. Assistenzkraft darfst du werden, wenn du in der Tagespflege arbeitest und nun einen Job in Festanstellung in einer Kita annehmen möchtest. Dafür ist eine Zusatzqualifikation nötig. Assistenzkräfte sind zusätzlich zum pädagogischen Personal angestellt, um diese zu entlasten.

Kita-Berufe: Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Du hast bereits eine pädagogische Ausbildung in einem anderen Land gemacht oder dort studiert? Je nach Inhalt der Ausbildung kannst du Teile davon in Deutschland anrechnen lassen. In der Kita-Berufeliste findest du alle nötigen Infos. Einfach das Land auswählen, in dem du deinen Abschluss gemacht hast.

Ausländischer Abschluss? Alle Infos in der Kita-Berufeliste

FAQs: deine Fragen zu Weiterbildung & Quereinstieg

Du solltest natürlich Kinder mögen und gerne mit ihnen arbeiten.

Lies hier nach, welche Eigenschaften sonst noch wichtig sind.

In der Kita bildest, erziehst und betreust du Kinder verschiedener Altersgruppen.

Arbeiten in der Kita: deine Aufgaben

In verschiedenen Einrichtungen werden Kinder unterschiedlichen Alters betreut.

Eine Kurzübersicht gibt es hier.

Szene im Kindergarten: Zwei Jungen spielen zusammen ein Brettspiel.

Brettspiele fördern soziales Verhalten und machen obendrein eine Menge Spaß!