Szene im Kindergarten: Kinder und Erzieher knien im Kreis auf dem Boden und halten Hände.

Aufgaben & Berufe in der Kita

Beim Stichwort „Kita“ denkst du an die Erzieherin und den Erzieher? Stimmt, das ist DER klassische Kita-Beruf. Doch Kita-Teams sind bunt und vielfältig. In Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten Profis aus vielen verschiedenen Bereichen eng zusammen: Erziehung, Kinderpflege, Kindheitspädagogik, Heilpädagogik, Heilerziehungspflege ... Lerne hier Kita-Berufe kennen!

Deine Aufgaben als Kita-Profi

In einer Kita betreust und erziehst, bildest und förderst du Kinder. Du weckst ihre Neugier, hilfst ihnen, die Welt zu entdecken, regst sie zu vielerlei Aktivitäten an. Dabei entdecken sie ihre Stärken und entwickeln neue Fähigkeiten. Du hast für die Kinder immer ein offenes Ohr, machst ihnen Mut, freust dich mit ihnen über ihre Erfolge und tröstest sie, wenn sie traurig sind.

Kindern einen Start ins Leben sichern

Du arbeitest meist mit deiner ganzen Gruppe oder mehreren Kindern. Bei Bedarf gehst du auch auf einzelne Kinder und ihre Bedürfnisse ein. Du hilfst Kindern, Schwächen und Nachteile auszugleichen, zum Beispiel wenn sie in ihrer Entwicklung verzögert sind, sie noch nicht gut Deutsch sprechen oder soziale Schwierigkeiten haben. Eine individuelle Förderung sichert ihnen einen guten Start und alle Chancen für die Zukunft.

Vom Essenlernen bis zum Selberkochen!

Entwicklungsstand und Interessen der Kinder bestimmen den Alltag in der Kita mit. Bei Babys und Kleinkindern nehmen das Füttern, Wickeln und Schlafen viel Raum ein. Mit den älteren Krippenkindern macht es Spaß, gemeinsam den Tisch zu decken und so ganz nebenbei das Zählen zu lernen. In der Gemeinschaft mit größeren Kindern wird schnell klar: Den Löffel steckt man in den Mund, das Messer bitte nicht: Auch Tischmanieren stehen auf dem Plan. Und weil’s am besten schmeckt, wenn man selbst gerührt, geknetet und gewürzt hat, dürfen die Kids auch mit dir kochen und backen!

Szene im Kindergarten: Zwei Jungen machen Bewegungsspiele.

Den Tagesablauf vorbereiten und begleiten: Rituale wie den Morgenkreis, die Mahlzeiten, Aktivitäten (hier: Bewegungsspiele) und Ruhepausen – bei Hortkindern auch die Hausaufgaben.

Szene im Kindergarten: Nahaufnahme eines Basteltischs mit Farben, Papieren und Stempeln.

Angebote planen, Material besorgen, Bilder und Texte auswählen usw. Mit den Kindern spielen, basteln, turnen, Musik machen, lesen ...

Szene im Kindergarten: Eine Erzieherin schlichtet Streit zwischen kleinen Kindern.

Vorbild und Ansprechpartner sein bei Streit, Kummer und Problemen.

Szene im Kindergarten: Junge blickt auf eine Pinnwand mit Wochentagen und Uhrzeiten.

Wichtige Regeln und Abläufe verstehen.

Szene im Kindergarten: Erzieher und Junge betrachten gemeinsam ein Blatt mit der Zahl Drei.

Stärken stärken und Schwächen ausgleichen.

Szene im Kindergarten: Kinder und Erzieher knien im Kreis auf dem Boden und halten die Hände.

Sich mit den anderen im Kita-Team austauschen und gemeinsam Konzepte entwickeln.

Szene im Kindergarten: Bunte Bilder hängen nebeneinander an einer Schnur.

Die Entwicklung jedes Kindes beobachten, festhalten und im Team besprechen. Wenn ein Kind eine spezielle Förderung braucht oder besondere Probleme hat, holt sich das Team auch Unterstützung von außen.

Szene im Kindergarten: Eltern und Kind im Gespräch mit Erzieher.

Die Eltern als gleichberechtigte Partner einbeziehen, beraten und bei der Erziehungsfragen unterstützen, beim Elternabend und in Einzelgesprächen.

Szene im Kindergarten: Mehrere Kinder haben sich dicht an dicht aufgestellt.

Feste, Spaziergänge, Projektwochen und Ausflüge organisieren.

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Welche Berufe gibt’s in der Kita?

Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher sind pädagogische Fachkräfte. Sie bringen neben ihrer Ausbildung schon weitere praktische Erfahrung mit. Als Erzieherin oder Erzieher hast du spannende Aufgaben, Verantwortung und jede Menge Möglichkeiten: Du kannst in vielen interessanten Bereichen arbeiten und auch Einrichtungen leiten.

Wie werde ich Erzieherin oder Erzieher?

  • Voraussetzung: mindestens mittlerer Schulabschluss und eine berufliche Vorbildung.
  • Die Ausbildung absolvierst du an einer Fachakademie für Sozialpädagogik.
  • Dauer: 3 Jahre (in Vollzeit), bzw. 3 bis 6 Jahre (Teilzeit).
  • Darin enthalten: ein einähriges Berufspraktikum am Ende der drei Jahre.
  • Mit dem Modell OptiPrax kannst du deine Ausbildung verkürzen!

Erzieherausbildung und OptiPrax: alle Infos & Adressen

Herztest!

Mit Kindern arbeiten: Hast du’s drauf? Mach den Herztest und finde es heraus!

Kita: ja, nein, vielleicht? Zum Herztest

Staatlich anerkannte Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sind pädagogische Ergänzungskräfte. Sie kümmern sich, gemeinsam mit den Fachkräften, vor allem um Babys und Kleinkinder: von der Körperpflege übers Essen und Füttern bis zum gemeinsamen Basteln, Singen und Turnen. Sie betreuen Gruppen, führen Elterngespräche, wirken an der Planung mit und übernehmen auch Verwaltungsaufgaben.

Tipp: Die Kinderpflege eignet sich auch für den Quereinstieg in die Kita. Die Ausbildung dauert 2 Jahre.

Wie werde ich Kinderpflegerin oder Kinderpfleger?

  • Die Ausbildung machst du an einer Berufsfachschule.
  • Dauer: 2 Jahre (Vollzeit) bzw. 3 Jahre (Teilzeit).
  • Voraussetzung: erfolgreicher Abschluss der Mittelschule.

Ausbildung in der Kinderpflege: mehr Infos.

Szene im Kindergarten: Erzieher spielt mit Mädchen und Junge ein Brettspiel.
Du bist offen, kreativ, geduldig und einfühlsam? Dann ist ein Kita-Beruf vielleicht genau richtig.

 

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger (kurz: HEP) erziehen, fördern und unterstützen in Kitas Kinder und Jugendliche mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder Verhaltensauffälligkeiten. Bei der Arbeit im Kita-Team tauschen sie sich eng mit den anderen Fachkräften, mit Fachleuten von außen und natürlich mit den Eltern aus.

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen haben ein ähnliches Arbeitsfeld wie die Fachkräfte aus der Heilpädagogik. Ihr Schwerpunkt liegt jedoch (wie der Name schon sagt), in der Pädagogik. Heilpädagogik ist ein Studienfach und eine Weiterbildung für Fachkräfte.

Tipp: Du hast die Ausbildung zur oder zum HEP oder zur oder zum Erzieherin oder Erzieher in der Tasche? Dann kannst du dich in der Heilpädagogik weiterbilden. Hier erfährst du mehr über die beiden Berufe und die Ausbildung: zur Berufsinfo Heilpädagogik & Heilerziehungspflege.

Marie hat immer Ärger mit den anderen Kindern. Und Hassan tut sich mit dem Sprechen schwer. Wie kann das Kita-Team die beiden Kids am besten begleiten und stärken? Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen entwickeln auf wissenschaftlicher Grundlage pädagogische Konzepte und setzen sie mit dem Kita-Team um. Sie beraten Eltern und zeigen Lösungen auf, wenn es Probleme gibt. Sie arbeiten ganzheitlich. Das heißt: Sie haben Körper, Geist und Seele des Kindes im Blick. Kindheitspädagogik ist ein Studienfach auf Bachelorniveau.

„Wenn ich nach Hause komme, weiß ich, dass ich etwas Sinnvolles gemacht habe. Ich habe lange in einem anderen Job gearbeitet. Da weiß ich die schönen Seiten des Erzieherberufs besonders zu schätzen. (Bianca Jänsch, Erzieherin)

Kita-Karriere: Welche Stärken brauchst du?

Mit Kindern arbeiten: Kita-Berufe sind mega-sinnvoll und geben dir viel zurück. Die Eltern vertrauen dir ihre Kinder an. Du übernimmst viel Verantwortung. Wichtig ist, dass du die Ruhe und den Überblick bewahrst. Auch, wenn es mal Stress mit den Kids oder einen Notfall gibt. Außerdem wichtig:

  • Du gehst offen auf andere zu.
  • Du kannst dich in andere Menschen einfühlen.
  • Du hast viel Geduld.
  • Du kannst gut organisieren.
  • Du bist sportlich, kreativ und hast immer gute Ideen.

Als Erzieherin oder Erzieher hast du beste Berufsaussichten: Pädagogische Fachkräfte werden gesucht und können sich oft ihren Wunsch-Arbeitsplatz aussuchen.

Arbeiten in der Kita: deine Fragen (FAQs)

In Kitas arbeiten unter anderem

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger

Erfahre hier mehr über Kita-Berufe.

Du kannst deine Kita-Karriere auf vielen Wegen starten und powern, zum Beispiel mit einer Ausbildung oder einem Studium, durch einen Querstieg aus einem anderen Beruf oder durch eine Weiterbildung. Auch mit einem Auslandsabschluss hast du gute Chancen. Unser Tipp: Nach der Elternzeit zurück in die Kita, es lohnt sich!

Kita-Karriere: Weiterbildung und Quereinstieg

Nach der Elternzeit: Wiedereinstieg in die Kita

Logisch! Und sie sind sehr wichtig. Denn die Kids brauchen weibliche und männliche Ansprechpersonen und Vorbilder. Leider gibt es noch zu wenige Männer in Kita-Berufen. Doch es werden mehr. Vielleicht willst du mal ein Kita-Team verstärken?

Erfahre hier mehr über Männer, die in Kitas arbeiten.

Auf jeden Fall. Zwei gute Gründe:

  • In immer mehr Familien sind beide Eltern berufstätig. Viele von ihnen sind auf eine Kita angewiesen.
  • Unsere Welt wird in vielen Bereichen immer komplizierter. Kitas sind an der Seite der Eltern. Gemeinsam machen sie starke Kids noch stärker. Auch für wichtige Zukunftsthemen wie Gesundheit, Umwelt und Medien.

Es gibt viele Wege in den Erziehungsberuf. Welcher deiner ist, hängt unter anderem von deinem Schulabschluss ab.

Alle Infos: dein Weg zur Kita-Karriere

Nein, ganz im Gegenteil. Mit deiner Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher oder Kinderpflegerin oder Kinderpfleger kannst du fast überall arbeiten. Denn Krippen, Kindergärten und Horte gibt es bayernweit – auch in vielen kleineren Gemeinden.

Das hängt von deiner Ausbildung ab. Wenn du eine Ausbildung zum Beispiel in einem pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Beruf gemacht hast, können Teile angerechnet werden. Das gilt auch für ausländische Abschlüsse.

Erfahre mehr: Quereinstieg in Kita-Berufe.

Wenn du im Ausland bereits eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hast, kannst du dir die Leistungen anrechnen lassen.

Weiterlesen: mit Auslandsabschluss in die Kita-Karriere

Es lohnt sich auf jeden Fall, wieder zu arbeiten – auch in Teilzeit. Hier gibt’s alle Fakten und ein Rechenbeispiel:

Kita-Berufe: Warum sich der Wiedereinstieg lohnt.